Beim Spielen fühlen wir, lernen wir, begeistern wir uns.
Das Spielen und Experimentieren mit Farben und Materialien steht bei meinen Bildern im Mittelpunkt.
Mein Werkzeug sind meine Hände, selten kommt ein Pinsel zum Einsatz, ich spiele mit Acrylfarben und Strukturpasten auf Leinwänden und mit dem, was sich an Materialien angesammelt hat, ob Reißverschluss, Papier, Filz, Mullbinde, setze Akzente mit Gold und Silber und lasse mich von dem überraschen, was zufällig geschieht.
Meine Bilder sind manchmal puristisch, linear, manchmal eine Explosion der Farben – immer konsequent in der Ausführung.
Es liegt mir fern, den Betrachtern zu suggerieren, was sie in meinen Bildern sehen wollen. Das Spiel mit den Materialien und dem Zufälligen lässt Bilder entstehen, die Geschichten erzählen können.
Kleine Abhandlung zur Farbe
Alles ist Farbe ?
Der Regenbogen hat die Farben der Iris, personifiziert in der griechischen Mythologie durch die Götterbotin Iris. Zahlreich und unerschöpflich wie die Mythen, die sich um Iris ranken, sind die Abhandlungen zur Farbe.
Aristoteles war wahrscheinlich der erste Mensch, der Farbmischungen untersucht hat. Farbforscher und Farblehrer wie Leonardo da Vinci, Isaac Newton, Johann Wolfgang von Goethe, Philipp Otto Runge, Erwin Schrödinger, Johannes Itten und viele andere ergänzen sich in ihren Abhandlungen bzw. stehen sich kontrovers gegenüber.
Ist wirklich alles Farbe? Die Wirklichkeit ist zwar voller Farben, aber Farben gibt es in der Wirklichkeit nicht. Die Farben, die wir sehen, hängen zwar von dem Licht ab, das durch die äußere Welt in unsere Augen gelenkt wird, doch Wahrnehmungen wie Rot oder Grün entstehen erst tief im Inneren des Gehirns. Farben sind also nicht nur «Taten des Lichts», wie Johann Wolfgang Goethe es genannt hat, Farben sind auch Taten des Ichs.